Das Komitee «Stadttunnel-Ja» freut sich über den positiven Entscheid der Stimmbevölkerung von Rapperswil-Jona mit 59% Ja-Stimmen bei 45% Stimmbeteiligung. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung hat sich dafür ausgesprochen, einen entscheidenden Anlauf zu einer massgebenden langfristigen Verkehrsentlastung unserer Stadt in Angriff zu nehmen.
Dass dies kein Spaziergang wird, ist dem Komitee bewusst. Man steht am Start eines Marathons. Um diesen Start erfolgreich zu gestalten, fordern wir die Umsetzung folgender Massnahmen.
Streitbeilegung zwischen Kantons- und Stadtregierung
Wir erwarten einen offiziellen und medialen Handshake zwischen den Spitzen des kantonalen Baudepartementes und der Stadtregierung von Rapperswil-Jona mit Präsident Stöckling und Bauchef Leutenegger. Verbunden mit einer offiziellen Erklärung, dass die bisherigen Differenzen umgehend ausgeräumt werden und man sich nun gemeinsam und konstruktiv an dieses Grossprojekt heranmacht.
Runder Tisch der Tunnelbefürworter
Eine Mehrheit der Stimmberechtigten hat sich für einen Stadttunnel und für Tunnel Mitte ausgesprochen. Unter den Gruppierungen der Befürworter einer Tunnellösung existieren teilweise unterschiedliche Ansichten, was die Varianten betrifft. Unabhängig vom Ergebnis der konsultativen Befragung über Tunnel Mitte und Tunnel direkt, machen wir einen runden Tisch beliebt. Dabei sollen alternative Möglichkeiten zu Tunnel Mitte und Direkt noch einmal eingebracht, erörtert und beurteilt werden. Es gilt, die Ja-Reihen zu schliessen. Die Kreise um Verleger Bruno Hug sind dabei einzubinden. Zudem ist es wichtig, zu verhindern, dass sich der Kanton bei Uneinigkeit erneut auf den «bewährten» Standpunkt stellen kann: Die Rapperswil-Joner wissen einmal mehr nicht, was sie wollen, also warten wir ab.
Aktive Mitarbeit und Unterstützung unserer nationalen und kantonalen Politiker
Das Komitee erwartet in der Zeit bis zur nächsten Abstimmung ein aktives spürbares Engagement seitens unserer nationalen und kantonalen Parlamentarier. Wir erwarten, dass sie in den politischen Kreisen das Bewusstsein schärfen, dass es im Fall von Rapperswil-Jona um ein Problem geht, das die Nachbarkantone und auch der Bund nicht einfach weiterhin negieren können. Viele regionale Umfahrungen und Verkehrsentlastungen in der Schweiz sind u. a. dank unablässiger politischer Arbeit in Bern und in den Kantonsparlamenten entstanden.
Konsequente Information der Bevölkerung
Die Informationspolitik von Kanton und Stadt gegenüber der Bevölkerung in Sachen Stadttunnel muss in Zukunft aktiv und regelmässig erfolgen. Und zwar durch die eigenen Beamten und Politiker von Kanton und Stadt, und nicht durch Planer und Exponenten der beauftragten Planungs- und Beratungsbüros. Es braucht Leute, die für die Bevölkerung fassbar sind, vorne hinstehen und verständlich kommunizieren.
Machbare «Ohnehin-Lösungen» realisieren
Bis zu einer definitiven Lösung ist es ein weiter Weg. Das Ja-Komitee steht durchaus ein für machbare Ohnehin-Massnahmen in den nächsten Jahren. Diese müssen aber ausgewogen über die Interessen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer verteilt sein, keine einseitigen Benachteiligungen enthalten und der gesamten Bevölkerung dienen.
Haben Sie gewusst, dass schon 1986 die erste Ingenieurgemeinschaft (IG Transit) zur Verkehrslösung gegründet wurde? 1990 bereits Machbarkeitsstudien mit Anschluss «Teuchelweiher» vorlagen? 1994 ein erstes Vorprojekt vom Kanton im Technikum vorgelegt wurde? 1998 die lokalen Ingenieurbüros Balestra und Huber Partner AG eine etappierte unterirdische Gesamtlösung vorschlugen. Im Jahr 2000 die Geologie zwischen Seedamm und Hüllistein untersucht wurde. 2004 fertige Pläne (Genehmigungsprojekt) inklusive technischem Bericht vorlagen, die weitgehend der Variante Tunnel «Mitte» von heute entsprachen?
Beide Tunnelvarianten befreien Rapperswil-Jona durch die Verlagerung des Durchgangsverkehrs von den täglichen Staus, welche primär durch die ausserkantonalen Autofahrer verursacht werden. Es erstaunt, dass sich das links-grüne Lager der Tunnelgegner mit SP, Grünen und GLP so vehement dagegen wehrt. Gerade ein Stadttunnel verhilft dazu, die von ihnen vorgebrachten Ziele für eine urbane bürgerfreundliche Stadtgestaltung zu erreichen. Der frei werdende Raum schafft für den ÖV, die Fussgänger und den Langsamverkehr viel bessere Verhältnisse und bereichert gleichzeitig die Lebens- und Siedlungsqualität der Stadtbevölkerung.
Nach dem krachenden Scheitern (68% Nein) des 2019 aufgelegten Projekts «Stadtraum Neue Jonastrasse/St.Gallerstrasse» (Avenida) ergab eine repräsentative Befragung der Bevölkerung durch das Institut gfs folgendes Ergebnis: Zuerst will die Bevölkerung über einen Tunnel abstimmen. Und von der Stadt werde ein Gesamtverkehrkonzept erwartet. Dieses (GVO 2040) liegt seit 2022 vor und umfasst rund 200 Seiten. Es ist völlig unverständlich, dass der Kanton sich aktuell auf den Standpunkt stellt, man müsse dieses Werk in einer Gesamtheit der Bevölkerung zur Abstimmung vorlegen; anstelle einer Grundsatzabstimmung. Das ist «St.Galler Bürgerferne».
Die Tunnelgegner argumentieren, dass die Verkehrssituation auch ohne Tunnel verbessert werden könne. Wirklich überzeugende Lösungen mit ähnlicher Wirkung bleiben sie schuldig. Sie beschränken sich auf Rezepte wie Umlegung des Verkehrs auf die Güterstrasse/Kniestrasse, Einbahnverkehr, Ausbau der West-Ost-Achse (2019 vom Volk mit 68% Nein verworfen) sowie die Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs – alles schon gehabt. Beim querenden Durchgangsverkehr soll Roadpricing die Lösung bringen. Dies ist höchst umstritten und zuerst müsste dazu die gesetzliche Basis geschaffen werden, was erfahrungsgemäss viele Jahre dauert.
Das Komitee «Stadttunnel-JA» setzte recht grosse Hoffnungen auf Einbahnlösungen (Grosskreisel) auf den Achsen Alte und Neue Jonastrasse zwischen Cityplatz und Eisenbahnunterführung Jona. Dieser Ansatz wäre eine der wirkungsvollsten «Ohnehin-Massnahmen» bis zur Fertigstellung eines Stadttunnels gewesen. Die Ergebnisse der Studien zeigen auf, wie schwierig es ist, ohne Wegfall des Durchgangsverkehrs, effiziente Verbesserungen zu erzielen. Ohne hundertprozentige Entflechtung des Durchgangsverkehrs zum Ziel-, Quell- und Binnenverkehr sind wirkungsvolle und nachhaltige Entlastungen auf dem Stadtgebiet kaum möglich.
Das Komitee «Stadttunnel-JA» favorisiert die Variante «Direkt». Diese ist durch den Verzicht auf einen Anschluss in Kempraten deutlich günstiger; erreicht aber ebenfalls gute Entlastungswerte. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Variante weniger Immissionen und direkt vom Bau Betroffene zur Folge hätte. Technisch dürfte sie einfacher zu bauen sein. In Kempraten war schon bei der Abstimmung 2011 Skepsis gegen den Bau eines Anschlusses zu spüren. Inzwischen sind, rund um das vom Kanton vor Jahren gekaufte Land, viele Wohnbauten erstellt worden, was Bau und Linienführung eines solchen Zubringers nicht einfacher machen dürfte.
Wir alle sind gefordert, unseren Beitrag zur umweltverträglichen Fortbewegung zu leisten. Insbesondere in den Städten werden ÖV und Langsamverkehr weiter an Bedeutung gewinnen. Die Frage sei erlaubt, ob der Ausbau des ÖV auf dem Weg zur 10-Mio-Schweiz überhaupt mithalten kann? Dass sich der motorisierte Verkehr auf wichtigen kantonalen Verbindungsachsen einschränken lässt, ist Wunschdenken. Beidseits des Zürichsees wird viel gebaut; die Bevölkerungszahl wächst. Die täglichen Seedamm-Querungen stabilisieren sich im besten Fall, nehmen mit grosser Wahrscheinlichkeit aber zu. Der Verkehr lässt sich an den Stadtgrenzen nicht einfach vermehrt zurückhalten; dies würde zu gefährlichen Stausituationen auf Autobahn und Umfahrungstrassen führen.
Wer glaubt, dass sich das zweifellos viele Geld anderweitig verwenden liesse, irrt. Die Mittel stammen aus dem kantonalen Strassenbaufond. Dieser wiederum wird vom Bund gespiesen. Die Gelder dazu stammen aus der Abgabe auf Treibstoffen und den Fahrzeugsteuern. Sie sind zweckgebunden und können weder gespart noch für andere Zwecke verwendet werden. Die bei einem Nein frei werdenden Mittel fliessen dann einfach in andere Bauprojekte im Kanton. Es ist anzunehmen, dass bei einem Nein eine wirkungsvolle Verkehrsentlastung für die nächsten 30 Jahre endgültig vom Tisch ist, mit allen negativen Folgen für unsere Stadt.
Der Seedamm schluckt täglich rund 26’000 querende Fahrzeuge. Die Prognosen verheissen in naher Zukunft leichte Zunahmen. Das Basisproblem bleibt, dass der Seedamm für viele eine «Passage obligé» ist. Eine isolierte Maut greift zu kurz. Die meisten würden sie wohl murrend bezahlen und weiter über den Seedamm fahren. Es entstünde eine Zweiklassengesellschaft. Zudem stellen sich viele ungeklärte Fragen: Wofür würden die Gelder verwendet? (Üblicherweise für den Unterhalt eines bestehenden Werks? Für welches?). Auch die gesetzliche Grundlage fehlt. Derzeit laufen einige erste Pilotversuche mit dem Segen des Bundes und einiger Kantone. Erst nachher beginnt die Diskussion in den Parlamenten…
Eine unschönes Gezänk, welches von den Medien genüsslich aufgebauscht wird, liefern sich derzeit der Stadtrat von Rapperswil-Jona und das St. Galler Baudepartement unter Leitung der Regierungsrätin Susanne Hartmann (Mitte). Dabei geht es um das formelle Vorgehen über die Ausgestaltung einer Abstimmung, für welche der Kanton andere Vorstellungen als die Stadtregierung hat. Diese unnötige und durch die Regierungsrätin geschürte Auseinandersetzung schadet der sachlichen Meinungsbildung der Stimmbevölkerung und vermittelt kein Bild von Geschlossenheit. Darauf gibt es nur eine Antwort: Mit einem überzeugenden Ja in der Tunnelfrage heisst es für den Kanton: «Ab an die Arbeit und eine überzeugende Lösung vorlegen»!
Quelle: Abstimmungsgutachten der Stadt Rapperswil-Jona
Diese von Kanton und Stadt empfohlene Variante führt vom Ende des Seedamms, eingangs Rapperswil, bis zum Portal im Gebiet «Hüllistein» (Anschluss A53). Sie verfügt über zwei innerstädtische Anschlüsse im «Teuchelweiher» und in Kempraten.
Zwischen Seedamm und Anschluss «Teuchelweier» verläuft der Tunnel unter der Güterstrasse. Ab «Teuchelweiher» bis nach Kempraten unter dem Trassee der SBB-Linie S7. Diese Variante führt gemäss der erfolgten Zweckmässigkeitsbeurteilung (2018) zur besten Entlastung vom Durchgangsverkehr.
Sie ist auch die teurere Variante (Schätzung 950 Mio. Franken, Quelle ZMB 2018). Die geschätzte reine Bauzeit betrüge 7 – 8 Jahre. Die grössten Herausforderungen sind beim Bau
die geologischen Verhältnisse, die Beibehaltung des Bahnbetriebs der S7, die Belastung der an die Stadttunnelbaustellen grenzenden Quartiere und Verkehrssysteme sowie archäologische Zonen.
Das Komitee «Stadttunnel-JA» geht davon aus, dass der Widerstand gegen einen Anschluss in Kempraten seitens der dort wohnenden und überdurchschnittlich gewachsenen Bevölkerung gross werden könnte. In der nahen Umgebung des geplanten Tunnelanschlusses wurden in jüngster Zeit sehr viele Wohnbauten erstellt. Dies im Gegensatz zum übrigen Stadtgebiet, wo viele Projekte mit Wohnungen noch in der Projektierung stehen.
Quelle: Abstimmungsgutachten der Stadt Rapperswil-Jona
Die Variante Tunnel «Direkt» verläuft ebenfalls vom Ende des Seedamms, eingangs. Rapperswil, bis zum Portal im Gebiet «Hüllistein» (Anschluss A53). Dieses wäre, im Vergleich zur Variante «Mitte», rund 300 Meter weiter südlich auf der Rütistrasse gelegen.
Im Gegensatz zur Variante «Mitte» wird bei der Variante «Direkt» auf einen Anschluss in Kempraten verzichtet. Aus diesem Grund kann eine direktere und etwas kürzere Linienführung gewählt werden. Das hat zur Folge, dass die geschätzten Kosten von rund 750 Mio. Franken rund zwanzig Prozent tiefer veranschlagt werden als bei Tunnel «Direkt» (Quelle ZMB 2018).
Die geschätzte reine Bauzeit betrüge rund 6 Jahre.
Die grössten Herausforderungen sind beim Bau ebenfalls die geologischen Verhältnisse, Grundwasser- und archäologische Zonen. Hingegen wäre die Belastung der an die Stadttunnelbaustellen grenzenden Quartiere und Verkehrssysteme und der Bodenverbrauch deutlich geringer als bei Tunnel «Mitte».
Die Entlastungswirkung ist mit jener von Tunnel «Mitte» ähnlich; nur auf der Zürcherstrasse geringer. Aus genannten und weiteren Gründen favorisiert das Komitee «Stadttunnel-JA» die Variante Tunnel «Direkt»: Weniger betroffene Anwohner, weniger Eingriffe ins Landschaftsbild, Bodenverbrauch und Emissionen durch graue Energie bei vergleichbarer Entlastungswirkung.
Alphabetisches Listing der Unterstützer. Geordnet nach: Persönliche Unterstützer, Unternehmen, Organisationen/Vereine, Politische Parteien
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Rapperswil-Jona:
A: Aegerter Urs B: Bailer Brigitte, Boccu Cécile, Bodenmann Horst, Boxler Marcus, Brühwiler Ludwig, Büsdorf Amalia, Büsdorf Malci C: Cogliati Patrick D: Dobler Marcel, Nationalrat; Dufour Marc, Dürst Rudolf E: Elsener Felix, Elsener Simon, Elsener Fessler Ursula, Emanuel Sandra F: Fassbind Marianne, Fernández Arias Julián, Forster Beat, Funke Christian, Fürer Hedy, Kantonsrätin G: Gasser Marcel, Gasser Thierry, Gebert Christa, Gehler Karl, Giger Jeanette, Gisler Markus, Grob Edwin, Göldi Christof, Günthardt Joel, Guyer Marcel H: Hanslin Randolf, Helbling Hans, FiReP International AG; Helbling-Steiner Marina, Högger Roland, Huber Philipp, Hug Bruno, Hunziker Lorenz, Landschaftsmanagement IJ: Jertrum Felix, Jud Rino K: Koller Martin, Kuster Jürg M: Mäder Markus, Martelli Gino, Martelli Bauunternehmung; Martelli Luigi, Meier Christian, Meier Jonathan, Meile Andreas, Merkli Peter, Müller-Rainoni Yvonne N: Nagy Istvan, Nesina Sandra P: Piceci Sergio, Architekten R: Rathgeb Hanspeter, Reichenbach Ivo, Oehrli Engineering AG; Reichenbach Silvia, Reichenbach Hans, Rieben Patrick, Rüegg-Schaefer Brigitte + Robert, Ruggli Sandro S: Sprotte Michaela, Sprotte Matthias, Suter Yvonne, Kantonsrätin Sch: Schäpper Jakob, Schäppi Manuela, Schäppi Jürg, Schär Hans, Schmidmajer Stefan, Schmucki Lukas, Schnetzer Andreas St: Stadler Pius, Steiner Michael T: Taccardi Valeria, Tschudi Sauber Franziska, Verwaltungsratspräsidentin Weidmann Gruppe U: Uhler Ernst V: Veszpremi Miklos W: Weber Raphael, Werren Werner, Wirth Reto X-Z: Zahner Bernhard, Kantonsrat
Ausserhalb Rapperswil-Jona:
G: Germann Tom, Dä Usbildner GmbH, Volketswil; Gnädinger Stephan, Feldmann Bau AG, 8865 Bilten J: Jud Beat, 8716 Schmerikon K: Keller Gusti, 8640 Hurden L: Lins Herbert, Bernet Bau AG, 8737 Gommiswald Sch: Schildknecht Ivo, Uznach St: Steiner René, Beda Steiner AG, 8856 Tuggen
Hier finden Sie eine Auswahl von Massnahmen wie sie die Bestrebungen des Komitees «Stadttunnel-JA» unterstützen können. Vom kostenlosen Eintrag ihres Namens in die Unterstützerliste bis hin zur individuellen finanziellen Hilfe zugunsten der JA-Kampagne. Tragen Sie sich in geeigneter Weise ein, wenn auch Sie der Überzeugung sind, dass nur eine geeignete Tunnelvariante unsere Stadt endlich vom lästigen Durchgangsverkehr befreit, der unsere wenigen Hauptachsen stark belastet und täglich mit Staus verstopft.
Seit den achtziger Jahren wird an einer wirkungsvollen Verkehrsentlastung von Rapperswil-Jona «gewerkelt». Dabei wurden Millionen für Studien, Planungen und Mitwirkungen ausgegeben. Und man kann es drehen und wenden wie man will – die beste Lösung war und ist ein Stadttunnel. Diese Erkenntnis besteht im Grundsatz seit über 40 Jahren und wurde mit all den Studien und Mitwirkungen mehrfach bestätigt.
Zwei Mal war man nahe am Durchbruch. Aber die Politik schaffte es, die valablen Projekte so zu zerzausen (z.B. 2011), dass die vorhandene positive Stimmung kippte. So killte 2011 die Etappierung der Bauwerke und eine unsinnige Führung des Verkehrs über die Zürcherstrasse die positive Stimmung im Volk, was schliesslich zu einer knappen Ablehnung führte.
Bereits sieben Jahre früher (2004!) lagen fertige abstimmungsreife Pläne (Genehmigungsvorlagen) just für das vor, was heute wieder als Best-Variante auf dem Tisch liegt: Nämlich Tunnel «Mitte». Damals schon mit einer fertig geplanten alternativen Variante mit Eisenbahntunnel durch den Meienberg, womit Jona mit der Bahn an die Goldküstenlinie hätte angebunden werden können. Leider lehnte der Kanton damals und 2017 erneut diese beste Variante ab.
Obwohl also seit Jahrzehnten bekannt ist, welche Lösungen (Tunnelvarianten) geeignet sind, hatten Neuauflagen von Findungsverfahren für Verkehrslösungen, das Prüfen von Alternativen und punktuellen Verbesserungen ohne Tunnel in den letzten Jahren Hochkonjunktur. Nach dem Debakel von 2011 wurde ein Mitwirkungsverfahren durchgeführt, welches letztlich zur nicht erstaunlichen Erkenntnis führte, dass nur ein Stadttunnel das Problem wirkungsvoll löst. Ein Seetunnel mit Portal in Hurden scheiterte am Kanton Schwyz und an umwelttechnischen Gründen. Auch die Variante OST mit einem Anschluss unter der Joner Grünfelswiese sowie angedachte Einbahnregime funktionieren nicht. Nicht weiter verfolgt wurden in dieser Zeit auch eine oberirdische Verkehrsführung über die Güterstrasse. Und der Ausbau der St. Gallerstrasse-Neue Jonastrasse «Avenida» 2019 wurde vom Volk wuchtig verworfen (68% Nein).
Bemerkenswert ist, dass Gegner eines Stadttunnels an den Prozessen der Mobilitätszukunft mitgewirkt und schliesslich mit dazu beigetragen haben, die Tunnellösungen Mitte und Direkt als Bestlösungen zu verabschieden. Auch in den Begleitgremien für die Machbarkeit und die Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMV) waren die politischen Parteien und weitere verkehrsaffine Organisationen vertreten. Aktuell sind die öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Kanton und Stadt in der Auslegung über die Art der Abstimmung vom 10. September befremdend und der Sache überhaupt nicht dienlich.
Der Verein-verj hat alle Schritte und Tätigkeiten seit 1986 bis heute (soweit nachvollziehbar und ohne Anspruch auf Vollständigkeit) zusammengetragen und dem Komitee «Stadttunnel-Ja» sowie den Medien zur Verfügung gestellt. Diese Chronologie der Prozesse – mit dem immer gleichen Ergebnis für eine seit Jahrzehnten notwendige Verkehrsentlastung unserer Stadt, nämlich Tunnel – können sie downloaden und nachlesen.
Adresse Komitee «Stadttunnel-JA»
Verein-verj, c/o Urs Aegerter, Zürcherstrasse 82, 8640 Rapperswil SG
Bankverbindung
St.Galler Kantonalbank AG, Untere Bahnhofstrasse 9, 8640 Rapperswil
IBAN: CH13 0078 1627 5840 8200 0
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